Freundschaft ist etwas ganz Besonderes…

 

… darüber sind sich Marty, die  kleine Maus und Theo, der Haselnussbaum einig.

In seinen Interviews mit anderen Buchcharakteren spricht Marty kindgerecht über die unterschiedlichsten Dinge. Heute trifft er Theo aus dem Buch “Die Abenteuer eines kleinen Baumes – Theo entdeckt die Freundschaft” und plaudert mit ihm über Abenteuer, Fernweh und was man Unglaubliches schaffen kann, wenn man nur zusammenhält..

Viel Spaß!

Hallo Theo, schön, dass du da bist! Als ich gelesen habe, dass du mein nächster Gesprächspartner bist, habe ich mich sehr gefreut! Wann hat man schließlich schon mal die Gelegenheit, einen Baum zu interviewen?! Erzähl doch mal ein bisschen über dich! Wo kommst du her?

Marty! Dich wollte ich ja auch schon lange mal treffen. Unsere gemeinsamen Freunde, die Vögel, haben mir ja schon von dir erzählt – du bist ja auch so ein Abenteurer wie ich! Ich lebe am Meer, an einem goldgelbglitzernden Sandstrand – kannst du dir vorstellen, wie wunderbar warm der ist, wenn die Sonne auf ihn scheint? Und er kitzelt mich immer total unter meinen Wurzeln.

Oh, das klingt so toll! Der Strand ist ein ganz besonderer Ort zum Leben. Und doch wolltest du eines Tages mehr erleben. Wie kam das?

Ja, das stimmt – weißt du, ich hab schon immer so großes Fernweh gehabt. Ich mag den Strand und das Meer echt so gerne, und ich bin ja auch wirklich gerne bei meiner Familie. Aber ich habe zum Beispiel noch nie die Berge gesehen – und die Geräusche und Gerüche weit weg von daheim, die wollte ich schon immer mal erkunden.

Ja, das kann ich nachvollziehen! Unsere Welt ist so schön und es gibt so viel zu sehen und zu erleben. Perfekt für kleine Abenteurer.

Aber Moment mal! Bäume sind ja normalerweise tief verwurzelt. Wie hast du es denn geschafft, überhaupt loszukommen?

(lacht) Ha! Da kommst du nie drauf! Ich hab’s ja echt schon so lange versucht, meine Wurzeln aus der Erde zu ziehen, aber allein habe ich das nicht geschafft. Dann hab ich dann mal die Vögel gefragt, ob sie mir vielleicht helfen können – und stell dir vor, als es dann mal richtig schön windig war, da hat’s geklappt! PLUPP bin ich auf einmal über der Erde geschwebt!

Ein ganz schön cleverer Plan! Wie ging’s dann weiter?

Also ich bin ja echt ganz schön schwer – gut, dass der Wind den Vögeln geholfen hat. Wir sind dann irgendwann auf eine Wiese gekommen, da hat es so unglaublich toll geduftet. Überall waren Blumen und es hat gesummt und gebrummt. Und da habe ich zum ersten Mal in meinem Leben ein Geräusch gehört, das kannte ich davor überhaupt nicht: Kinderlachen! Bei uns ans Meer, da verirrt sich ja sonst kein Mensch hin! Also bin ich schnell hin, um mal zu schauen, wie Menschenkinder eigentlich so aussehen.

Oh, da haben die Kinder bestimmt nicht schlecht geguckt, als du auf ihrer Wiese aufgekreuzt bist! Warst du aufgeregt? Haben sie dich gleich in ihren Kreis aufgenommen?

Oh ja, ich war unglaublich aufgeregt! Ich glaube, deshalb habe ich sie auch versehentlich so erschreckt, weil ich es kaum erwarten konnte, „Hallo“ zu sagen. Naja, vielleicht auch, weil ich wohl der erste Baum war, den sie herumstolzieren gesehen haben. Da sind sie erstmal alle weggerannt. Also fast alle. Eines der Kinder war nämlich echt mutig und hat mich angesprochen. Und dann ging’s irgendwie ganz schnell und wir sind alle richtig gute Freunde geworden.

Freundschaft

Ach, das klingt schön! Ich wette, ihr hattet eine Menge Spaß zusammen! Ist das nicht großartig, neue Freunde zu finden und so akzeptiert zu werden, wie man ist?

Stimmt! Finde ich auch. Manchmal braucht es zwar ein bisschen Mut, jemanden anzusprechen der so ganz anders scheint als man selbst, aber man merkt dann eigentlich total schnell, dass man doch ziemlich gleich ist.

Das hast du so schön gesagt, lieber Theo! Freunde sind das Beste, das einem im Leben passieren kann! Für dich kam aber nach einem tollen Sommer wieder die Zeit des Abschieds. Wie bist du nach Hause gekommen? Haben dir wieder die Vögel geholfen?

Das glaubst du nie! Die Zeit ist so schnell vergangen, weil die Kinder und ich zusammen so viel Spaß hatten – ich habe überhaupt nicht gemerkt, dass die Vögel schon weiter Richtung Süden gezogen sind! Da stand ich nun, als der erste Schnee kam, und ich wusste gar nicht, wie ich jetzt eigentlich wieder nach Hause kommen sollte. Den Kindern wurde es langsam auch viel zu kalt draußen und alle wollten eigentlich nur noch ins Warme. Aber zum Glück sind meine neuen Freunde ganz schön gewieft und sie hatten gleich eine Idee, wie sie mir helfen können. Wenn man zusammenhält, kann man nämlich ganz schön Unglaubliches schaffen, weißt du.

Natürlich! Deine neuen Freunde haben dir geholfen, wieder zu deiner Familie zurückzukehren! Da hätte ich aber auch von selbst draufkommen können. Das scheint ja eine ganz besondere Truppe zu sein!

Ja, das sind sie wirklich. Ich bin so froh, dass wir uns gefunden haben. Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals so tolle Freunde haben würde – obwohl wir auf den ersten Blick ja doch so verschieden sind!

Umso schwerer ist dir wahrscheinlich der Abschied gefallen, oder?

Total. Also einerseits wollte ich ja unbedingt wieder nach Hause, aber andererseits hätte ich es ja auch voll gut gefunden, wenn der Sommer einfach endlos gewesen wäre. Dann hätten wir für immer auf der Wiese spielen können. Aber weißt du was Marty, nur weil wir uns nicht sehen konnten, heißt das ja nicht, dass wir keine Freunde mehr waren. Als der Winter vorbei war, da haben mich alle bei mir Zuhause besucht und…ach warte, das ist ja schon wieder eine andere Geschichte. Die erzähle ich dir das nächste Mal.

Ich bin sehr froh, dass du auf deinem Abenteuer diese tollen Menschenkinder getroffen hast! Möchtest du den Kindern, die das hier lesen, noch etwas sagen? Oder ihren Eltern?

Ich hoffe ja, dass ich noch viel mehr Menschen treffen und Orte sehen kann, vielleicht auch ein paar der Kinder, die das hier lesen? Was meinst du? Oh, das wäre überhaupt mein größter Wunsch, dass viel mehr Menschen uns Bäume richtig ansehen und mal eine dicke Umarmung geben. Vielleicht klappt das ja; wenn man an sich selbst glaubt, mutig und offen ist für Neues, dann kann einfach ganz Unglaubliches passieren.

Das war das beste Schlusswort überhaupt! Danke, dass du dir Zeit für mich genommen hast, mein lieber Freund!

Seid ihr neugierig auf Theo’s Abenteuer geworden? Hier könnt ihr das Buch „Die Abenteuer eines kleinen Baumes: Theo entdeckt die Freundschaft“ bestellen.

Das Buch gibt es auch in englischer Originalausgabe und als Spezialausgabe für Dyslektiker.

Kinderbuchvorstellung

Über Nadja Springer, die Autorin von Theo

Nadja Springer lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern seit 2018 an der Ostküste der USA. Wenn sie nicht gerade vom Ausbau ihrer kleinen Farm fabuliert, ihre Katze unterm Sofa sucht oder an Übersetzungen arbeitet, schreibt Nadja Kinderbücher die mal zum Träumen, zum Nachdenken oder zum Lachen anregen.

Besucht Nadja auf Instagram auf @thepassionatepeanut und taucht ein in ihr verrücktes Leben!

 

Weitere Infos über die Autorin und ihre Bücher findet ihr auf  https://www.thepassionatepeanut.com/.

Über Marty, die kleine Maus und die Autorin Jana Buchmann

Marty, die kleine Maus ist der Held einer Buchreihe für neugierige Kinder und kleine Entdecker.

In Marty’s Interviews mit anderen Buchcharakteren können kleine Leser zusammen mit ihm in die wunderbare Welt der Bücher eintauchen.

Jana Buchmann ist Kinderbuchautorin, Naturliebhaberin und Mama von drei kleinen Entdeckerinnen. Sie liebt Waldwanderungen, Pfützenspringen und sieht das Leben als ein großes Abenteuer. Jana ist überzeugt, dass Kinder es lieben, auf lustige und interaktive Weise zu lernen. Ihre Bücher spiegeln diese Überzeugung wider.

Mehr über Marty, seine Bücher und die Autorin Jana Buchmann gibt es hier.